Loblieder zum Thema Sterben und Tod von Studierenden des WS 2005/2006 

 

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Deine letzten Worte

 

Ich lobe und preise Dich, oh Ende des Lebens.

Nahmst Du mir doch alle Verzagtheit des Seins.

Zu schnell kamst Du jedoch in mein Leben.

All die Dinge, die noch getan werden mussten,

verschoben bis in alle Ewigkeit.

 

Ich wollte nicht mehr irdisch sein.

Denn der Schmerz und die Verbitterung waren groß,

Erlöst bin ich nun von allen Qualen,

doch was hinterlasse ich auf dieser Welt?

Es ist viel, aber nicht zu viel, um nun zu gehen.

 

Ich weiß, ich hinterlasse ein Erbe,

nicht nur finanziell, hauptsächlich ideell.

Ich verlasse meine Werke und mein Denken,

Die belasse ich in der Realität.

Ich nehme nur mich  und meine Seele mit,

In eine andere Realität nur für mich.

 

Mein Leben war gut, lang und voller Hoffnung,

Aber vielleicht zu kurz für noch manche Tat.

Trotz allem gehe ich jetzt in eine andere Welt.

Sorgen, Schmerz, Hass und Liebe sind dort fremd.

 

Vergesst mich und meine Andenken nie!

Angst, ich gehe beruhigt und in Frieden.

Denn ich weiß, ich gehe in ein Licht,

Hell schön und ohne Schmerzen,

Ich hinterlasse meine persönlichen Fingerabdrücke,

An vielen Orten dieser Welt

Leb wohl, du schöne Welt!

 

Nadine Theiß/ Linda Rowedder

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Ich lobe und preise Dich, Du Ende allen Anfangs.

Bist unausweichlich, ein Jeder erwartet Dich.

Bist allgegenwärtig und doch verdrängt.

 

Mal wirst Du erwartet, mal kommst Du plötzlich,

doch kommst Du ganz gewiss über mich.

Bist mein Ansporn, meine Grenze, mein Ziel.

Bist oft unerwünscht und doch so nötig.

 

Erst Du machst uns zum Menschen.

 

Agathe Stangner/ Sebastian Hermes/ Michael Buchert

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Ich lobe und preise Dich mein Leben.

Du bist so wertvoll und unersetzlich für mich,

wie kaum etwas anderes auf dieser Erde.

 

Ich habe Dich von Jahr zu Jahr mehr schätzen gelernt,

genauso wie meine Gesundheit und den Tod.

 

Ich weiß, dass Leben und der Tod zusammen gehören,

trotzdem ist der Tod für mich etwas Furchtbares.

Das ist nur, weil ich weiß wie es ist krank zu sein,

zu leiden und dem Tod nahe zu sein,

wie wenige Menschen es sind

und dann doch wieder so gesund zu werden,

dass man weiterleben kann.

Deswegen lobe und preise ich Dich mein Leben.

Es gibt zwar ein Leben nach dem Tod,

da glaube ich fest dran,

trotzdem hänge ich von Jahr zu Jahr,

dass ich älter werde,

 mehr am Leben.

 

Es ist schön gesund zu sein

Und so lange zu leben, wie ein normaler Mensch.

 

Am Meisten wünsche ich mir

Egal ob „Jung“ oder „Alt“,

dass ich ein glückliches, erfülltes Leben haben werde

und wenn ich sterben muss,

dann bitte schnell ohne Qual und dahin siechen.

 

„Ich liebe das Leben“

 

Julia Lüdtke

 

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Ich lobe und preise Dich,

da Du mir die Möglichkeit gibst mein Leben zu reflektieren,

Erinnerungen aufleben zu lassen und

mir dem Glück sowie Unglück in meinem Leben bewusst zu werden.

Du gibst mir die Möglichkeit intensive Momente mit meiner Familie zu erleben.

 

Das Sterben gibt mir die Chance versäumtes nachzuholen,

eine eindringliche Erfahrung zu machen,

die einmalig und unwiderruflich ist.

 

Der Tod beendet das Leben als wichtigen Prozess und Teil davon.

Ich mache Platz für nächste Generationen.

 

Mirjam Bartel/ Lena Bürger/ Ann-Marie Elm/ Melanie Metz

 

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Ich lobe und preise Dich,

Du Inbegriff meines Daseins,

Du Gegenstück des Jenseits,

Du Teil meines Lebens.

 

Die Dir entgegengebrachte Angst,

aus Unwissenheit Deiner Wirkung

ist mir glücklicherweise fern,

so dass mir deswegen Lebenszeit

noch nicht gestohlen wurde.

Denn das Gute fliegt nicht davon,

wenn alles in die Vergangenheit

zu entweichen scheint.

Erst der Untergang der Sonne

ebnet den Weg für einen neuen Tag.

 

Nele Coelsch

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Ich lobe und preise Dich für das Leben,

das Du mir geschenkt hast!

Die Möglichkeit zu atmen, zu laufen, zu sehen, zu hören,
zu denken und zu lieben!

 

Jeder Tag war wie ein Fest für mich,

wo ich mich mehr und mehr entfalten konnte.

Doch der Zeitpunkt ist gekommen,

wo ich mich auf das kommende Ende vorbereiten muss.

 

Ich fühl mich aber sicher,

wenn ich mich in Deine Hände begebe!

Der Tod ist nicht das Ende,

sondern der Anfang für neue, seelische Abenteuer.

 

Alla Werner

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Ich lobe und preise Dich,

Träne

Denn Du hilfst der Trauer trauern,

 

Ich lobe und preise Dich,

Stärke

Denn Du begleitest Furcht beim fürchten,

 

Ich lobe und preise Dich,

Funke

Denn Du rufst Hoffnung auf, zu hoffen,

 

Ich lobe und preise Dich,

Herz

Denn Du zeigst Liebe, wie man liebt,

 

Ich lobe und preise Dich,

Obwohl Du stets von Leid umgeben,

 

Ich lobe und preise Dich,

Obwohl Du Trauer erst erweckst,

 

Ich lobe und preise Dich,

Obwohl man fürchtet Deinen Namen,

 

Ich lobe und preise Dich,

Denn Du bist gut,

 

Ich lobe und preise Dich,

Tod

Denn Träne, Stärke, Herz und Funke,

Tod

Wären ohne Dich ersetzt

Tod

Und könnten nicht mehr helfen

 

So würde Trauer ewig weinen,

So würde Furcht in Angst vergehen,

So würde Hoffnung nicht mehr hoffen

So hätte Liebe keine Hoffnung mehr

 

Ich lobe und preise Dich,

Tod

Denn Du bist gut.

 

 

Christina Seibel/ Maja Urban/ Mischa Dahl/ Katharina Hildebrandt

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Vor Dir sind wir alle gleich:

Ob klug,

Ob dumm,

Ob alt,

Ob jung,

Du bist der Weg, vor Dir ist kein Ausweichen.

 

Für die einen kommst Du mit der Sense,

Für die anderen bist Du das erlösende Licht am Ende.

Und wer steht ab der Pforte, ist es Petrus?

Wird er mich hineinlassen mit einem Kuss?

 

Diejenigen unter uns, mit viel Leid

Betrachten den Sterbenden mit Neid.

Was trauert man doch hinter den Sterbenden,

Wo doch die es sind, die erlöst werden.

 

Erlöst vor all’ schlechtem Gewissen,

Möchte man solch ein Sterben nicht missen.

Machst Du uns auch so große Angst,

Wie Du Dich um uns rangst,

Kommen wir nicht um Dich herum.

So freuen wir uns drum.

 

Yasemin Yilmaz/ Saskia Steinbach/ Lyse Christa Bijojote-Kaze

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Ich lobe und preise Dich,

Denn Du gibst unserem Leben einen Sinn.

Du beendest nicht,

sondern vollendest unser Leben.

Du bist Ansporn für uns,

denn durch Dich wird uns bewusst, dass wir vergänglich sind.

Wir müssen keine Angst vor Dir haben,

denn erst durch Dich finden wir ganz zu uns selbst.

 

Memento mori, gnothi sauton

(Gedenke, dass Du sterben musst!)

 

Christiane Brömmler/ Sandra Grote/ Nalan Küccük/ Constanze Tschesche

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Ich lobe und preise Dich, als Beginn etwas Neuem

und den Abschied von etwas Altem

Du bist der Tod...das Ende doch das Ende ist auch immer ein neuer Anfang

Von etwas Neuem

Ich bin satt vom Leben und preise Dich als Erlösung

Als Hoffnung eines neuen Anfangs

Irgendwie...Irgendwo wo Du mich hinbringst

Ich werde Dir folgen

Denn ich lobe und preise Dich als Beginn etwas Neuem

 

Melissa Lobert/ Silke Schmitz

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Ich lobe und preise Dich...

 

...ich bekämpfe und fürchte Dich,

ich erwarte Dich

 

...Du bringst Trauer und Schmerz,

ich erwarte Dich

 

...Du nimmst uns unsere Liebenden,

ich erwarte Dich

 

...Du schleichst Dich an oder greifst plötzlich zu,

ich erwarte Dich

 

...man kann Dir nicht entkommen, Du findest jeden,

ich erwarte Dich

 

...ich lobe und preise Dich!

 

Nadine Ibrisimovic/ Jasmina Vuckovic

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Ich lobe und preise Dich, Du mein letzter Schritt.

Mein letzter Schritt in ein neues Dasein!

Viel Glück und Viel Pech,

Viel Liebe und Viel Hass,

all diese vielen Dinge liegen hinter mir,

vor mir der letzte Schritt.

Wie schon aber tausendmal zuvor,

spüre ich Angst,

bin ich unsicher,

bin ich auch neugierig,

auf meinen letzten Schritt in den Tod.

Ich freue mich auf meine letzte Prüfung!

Ich lobe und preise Dich mein letzter Schritt,

ich freue mich auf Dich und Deine letzte Prüfung!

 

Stefanie Böhm/ Nadine Haselhoff

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Ich lobe und preise Dich...

 

Ich lobe und preise Dich, den einen Moment

Der uns zeigt, wie wertvoll das Leben ist

Der uns die Freude am Leben wieder schenkt

 

Ein Gedanke, ein Augenaufschlag, zu viele Tage

Und es wird Zeit mal wieder an Gott zu denken

Ein kurzes Erschrecken, wochenlange Klage

 

Langsam, doch meist zu schnell passiert

Ein Auto, Baum oder ein Mensch, Alter

Was man im letzten Moment dann kapiert

 

Am Schluss bleibt nur die Erkenntnis

Das es schön war, wie es ist

Und die Hoffnung, dass man mich vermisst

 

Paul Waninger

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Ich lobe und preise Dich,

der Du mich von meinen Qualen erlöst.

Ich weiß, dass Du Dich um mich kümmerst

Auch wenn es mich erbost,

doch ich füge mich deiner Wahl,

da des Menschen Verständnis nicht so weit zu erfassen ist.

Auserwählte Schar,

die Du für die letzte Reise hast geweiht.

 

Caterina Matthies/ Güler Kahraman/ Daniel Gräve

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Ich lobe und preise Dich,

denn ohne Dich gäbe es das Leben nicht.

Ohne Dich würden wir weder Freude, noch Glück, noch Hoffnung erfahren,

ohne Dich gäbe es vor Unglück kein Bewahren.

Ohne Dich würden wir nicht leben,

ohne Dich würde es keine Dankbarkeit geben.

Ohne Dich könnten wir keine Liebe empfinden,

könnten uns nicht „unser Leben lang binden.“

Ohne Dich würden wir nicht leben,

ohne Dich würde es keinen Glauben geben.

 

Denn ohne Dich würden wir das Leben nicht schätzen,

weder das unsere, noch das des Nächsten.

 

Silke Kemper

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Ich lobe und preise Dich,

und doch kenne ich Dich nicht.

Ich weiß von Dir nur, dass Du mich kannst befreien.

Von Qualen, Schmerz und stummen Schreien.

Sie reden von Dir, von Zeit zu Zeit,

es geht immer um Gerechtigkeit.

Nicht immer kannst Du allein entscheiden

Wann ein Mensch befreit wird vom Leiden.

Oft schüttelst Du auch traurig den Kopf,

wenn sie dort hängen traurig am Tropf.

Und manchmal bist Du auch fröhlich gestimmt,

wenn in ihnen Lebensmelodie erklingt.

Dann weißt Du, sie haben noch einige Zeit,

bevor Deine Flügel sie dann tragen weit.

Ich lobe und preise Dich, denn Du bist

auf unbekanntem Gebiet Spezialist.

Nur Du kennst die Antwort auf alle Fragen,

die wir zu Lebzeit im Herzen tragen.

Nimmst Du uns mit, so erfahren wir gleich,

wie unbeschwert es ist in Deinem Reich.

Wir verstehen dann, worüber jeder schweigt,

wenn es sich für uns dem Ende zu neigt.

Bewusstsein getrennt von der Leiblichen Hülle,

erfahren wir nun von stärkerer Fülle.

Ich lobe und preise Dich, schätze Dein Tun,

welches dazu führt, in Frieden zu ruh'n.

 

Sandra Bülow

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Ich lobe und preise Dich,

Du großes Ziel des Lebens.

Du bist der Grund, der mich am Leben hält.

Du bist der Sinn des Lebens.

Du bist der neue Anfang am Lebensende.

Du bist das große Finale einer großen Show.

Du bist das Tüpfelchen auf dem I.

Du bist das Beste, was einem im Leben passieren kann.

Du bist die Krönung des Lebens.

Was Du wirklich bist, werden wir alle noch herausfinden...

 

Benjamin Granseuer

 

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Ich lobe und preise Dich,
oh Du facettenreiches Phänomen,

Du Geist der Dunkelheit, getrieben durch Furcht,

genährt vom Blut der Schwachen,
treibst Du uns in die Abgründe der Vergessenheit,

in einen Strudel der Trauer und Leid.

Raubst uns des Lebens süßen Klang.

Benommen und doch gefasst begegnen wir dir des Nachts.

Oh Geißel der Endgültigkeit,

verschonst uns nicht von Schmerz und Leid-

nach Martyrien grenzenloser Ohnmacht ist es nun vollbracht.

Hast erledigt, was Gott geschaffen hat.

Nun blicken wir also dann,

auf des Todes raubende Hand.

 

Steven Naumann

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„Ich lobe und preise Dich,
Du bittersüßer Schimmer des Lichtes!

Wir preisen Dich, Du Bruder der Geburt.

Was wären wir ohne Dich?

Wir müssen die Zeit zu Dir sinnvoll nutzen und

Müssen das Näher kommen und Kennen lernen von Dir genießen.

Wir werden uns einmal begegnen und uns vorstellen.

Du bist uns allen vergönnt und wir freuen uns Dich zu treffen.

Du bist nichts Schlechtes.

Wir wollen die Reise zu Dir genießen!

Ich lobe und preise Dich Du Vollendung meines Seins“

 

Miguel Grosch

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Ich lobe und preise Dich mein Leben,

sehr viel Zeit hast Du mir auf dem Weg gegeben.

 

Ich lobe und preise Dich meine vergangene Zeit,

wo ich erfuhr viel Glück und Leid.

 

Ich lobe und preise Dich Du schöner Augenblick,

die Zeit rannte vorwärts und nie zurück.

 

Ich lobe und preise Dich Du Atemluft,

Du erinnerst mich an den Blumenduft.

 

Ich lobe und preise so vieles im Leben,

jetzt werde ich mich endlich den Tod hingeben.

 

Edith Gruchalla

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Ich lobe und preise Dich, Du ungewisse Zeit

Noch ist der Tod fern und ich nicht wirklich bereit

Mein Leben genieße ich viel zu sehr

Und es aufzugeben wäre verkehrt

Doch ich glaub, wenn Du kommst zu mir

Tief in der Nacht

Hast Du es bestimmt gut bedacht

Jeder muss sterben, so ist der lauf der Dinge

Und irgendwann umfasst auch mich Deine Schlinge

Doch dann weiß ich, ich hätte ein individuelles Leben

Und das wäre es nicht gewesen, würde es das Sterben nicht geben

Weinet nicht an meinem Grabe

Schaut zurück auf fröhliche Tage

Ich schließe die Augen und sehe das Licht

Ist es nur ein Traum, ich weiß es nicht

Jasmin Verhoff

 

Ich lobe und preise Dich,

das Sterben das verändert sich in der heutigen Zeit.

Zusammen gehören Tod und Leben, man kann sie nicht auseinander nehmen.

Der Tod ist die Quelle des Lebens, durch ihn schätzen wir unser Leben,

er weißt uns unser Leben und zeigt uns unseren Lebensweg.

Geburt und der Tod dürfen nicht voneinander getrennt werden,

Beide gehören dicht zueinander.

 

Der Tod kann Menschen von Krankheiten erlösen,

er befreit den Menschen von dem Bösen,

er ist uns ein Lehrer, der uns den Umgang mit dem Leben näher bringt,

um dieses zu verstehen und wertzuschätzen.

Nur der Tod ist für die Einzigartigkeit des Lebens verantwortlich,

Außerdem bringt er uns die Trauer näher,

um solche Erfahrungen wie sterben zu durchleben.

 

Wir sind froh, den Tod an unserer Seite zu haben, der genauso wichtig ist wie das Leben und gesellschaftsfähig ist.

Wir danken Dir Tod, dass es Dich gibt.

 

Joachim Müller/ Lars Hilverling

 

 

 

Ich lobe und preise Dich nicht,

denn ich stehe zu Dir wie nur ich es kann,

denn niemand sieht Dich wie aus meinen Augen.

Ich lobe und preise Dich,

denn Du bist der Einzige,

der uns aus dieser Welt erlösen kann.

Ich lobe und preise Dich nicht,

denn ich fürchte mich vor Deiner Macht,

mit der Du mir alles nehmen kannst was ich liebe.

Ich lobe und preise Dich,

denn ich weiß Du bist nicht endgültig.

Ich lobe und preise Dich nicht,

denn ich vermisse, die die Du mir schon genommen hast.

Ich lobe und preise Dich nicht,

weil Du viele täuscht und Dich anders ausgibst als Du bist.

Ich lobe und preise Dich,

weil es Dir gelingt mich zu täuschen und Dich aus anderen Augen zu sehen.“

 

Stefanie Franke

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Ich lobe und preise Dich, oh Du mein Herr,

der Du mir gabst das Leben hier,

So wunderschön voller Farbenpracht

Ich habe gelebt Tag und Nacht

Und dafür danke ich Dir...

 

Du gabst mir all das was ich wollte

Aber wusste, dass ich eines Tages gehen sollte

Ich habe mein Leben gelebt

In vollen Zügen hier auf Deiner Erde

Und dafür danke ich Dir...

 

Du gabst mir Freude und Glück

Und warst immer bei mir

Konnte keinen vertrauen außer Dir

Stehe nun hier und muss gehen

Und dafür danke ich Dir...

 

Du gibst mir Stärke in dieser Zeit

Ich gehe hinweg über mein Leid

Habe keine Angst zu gehen

Da ich weiß wir werden uns sehen

Und dafür danke ich Dir...

 

Nun bin ich fort von diesem Ort

Ich bin nicht traurig, denn bin bei Dir

Es gibt mir Stärke hier zu sein

Bei Deiner Nähe lass mich bleiben

Und dafür werde ich Dir ein Lebenslang danken...

Munaza Khan

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Ich preise und lobe Dich

Mein Leben wäre sinnlos ohne Dich

Denn auf einer gewissen Art

Bist Du nicht der Tod für mich

 

Ich will kein Wort mehr sprechen

Kein Geräusch vernehmen

Bin und bleib eine Seele

Im Kreislauf des Lebens

 

Und was kommt danach

Vielleicht nur das Ende vom Anfang

Kann mich noch nicht ganz drauf freuen

Doch das kommt so langsam

 

Bin ab jetzt bereit

Und genieße die letzte Zeit

Vereint mit Freund und Feind

Und von der Seele her befreit

 

Im Großen und Ganzen

Geht's nur umgeben und nehm’

Mein Leben könnt ihr nehmen

Ich muss sterben um zu leben

 

Anna Grobbel/ Jörg Brinkmeier

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Ich lobe und preise Dich,
Oh Du unser ersehnter Tod.

Du gehörst zu unserem Leben, wie die Geburt.

Seit dem wir denken können, erwaten wir Dich.

Wir haben ein Recht auf Dich.

 

Ich lobe und preise Dich, Oh Du unser ersehnter Tod.

Du wirst kommen um uns zu erlösen,

von den Leiden und Freuden des Lebens.

Wir haben ein Recht auf Dich.

 

Ich lobe und preise Dich, Oh Du unser ersehnter Tod.

Denn nur Du machst unser Leben lebenswert.

Denn wir leben um zu sterben.

Wir haben ein Recht auf Dich.

 

Ich lobe und preise Dich, Oh Du unser ersehnter Tod.

Unsere Tür steht immer offen für Dich.

Setz Dich, nimm Platz, wir lieben Dich.

Wir warten auf Dich.

 

Melanie Mientkewitz/ Daniel Raifura/ Nina Schloemer/ Sarah Wendlandt

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Ich lobe und preise Dich lebender Tod,

 

Schon in jungen Jahren warst Du da,

als ich noch Herrschaft über Dich besaß,

Dich zum Leben wiedererweckte

Und losließ als ich mir meiner Macht bewusst wurde.

 

Du bist allgegenwärtig und gleitest mich zum Sinn,

dem Ende und dem Anfang.

Das Leben, was erst Du ermöglichst,

fürchtet Dich zu unrecht, denn die Wertschätzung des Glückes,

welches Du ihm schenkst wäre ohne Dich nicht greifbar.

 

Du machst die Erfüllung, den Gott des Tages sichtbar,

lässt uns Wahrheit, Furcht, Liebe und andere Gefühle erkennen,

um uns letztendlich Deine Hand zu reichen

und den Gott der Nacht als Erlöser zuzulassen.

 

Durch Deinen Auffang erleben wir unsere zweite Geburt,

das Ende vom Anfang,

den stillen und ruhenden Raum,

in Dir und uns.

 

Marco Kästner/ Katrin Schneider/ Arman Ertür/ Torben-Jonas Held

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Ich lobe und preise Dich Du „Stern des Lebens“.

Erlischt Du erlischt auch mein Licht,

denn dann ist es Zeit zu gehen.

Die Menschen, die mich liebten sollten,

wissen das ich nun in einer anderen Welt bin,

die nicht schlechter ist als die jetzige.

 

Ich werde über euch wachen und

Jedem von euch einen Stern schickt,

der euch gehört und noch lange für euch scheint.

Ich lobe und preise Dich Du „Stern des Lebens“.

 

Natascha Schwarz

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Ich lobe und preise Dich

Du nimmst das Böse

Du nimmst das Gute

Ich lobe und preise Dich

Keines ist vor Dir gefeit

 

Du lehrtest mich eine zuvor unbekannte Trennung zu ertragen

Du lehrtest mich, mich von Dingen frei zu sagen

Ich lobe und preise Dich

So ist Deine Verlockung jedem wohl bekannt

 

Du bist Gegenwart

Du bist Zukunft

Und die Vergangenheit

Ich lobe und preise Dich

Tage, Monate, Jahre gehen mit Dir einher

 

Du bist mein Freund

Du bist mein Feind

Dir im Hier sein zu entsagen

ist das Bewusstsein Dich inne zu haben

Ich lobe und preise Dich

 

Lorraine Greene/ Julia Bockrath/ Asmaa Aboutaleb/ Tanja Laurischkus

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Oh süßer Tod

 

Der Tod mein Freund und nicht mein Feind

Loben und preisen soll ich ihn

Ich bitte Dich mein alter Freund

Was Du verlangst ist gar zu viel

Ich frage Dich an dieser Stell’ was ist gemeint mit Freund statt Feind

So will ich Dir berichten gern weshalb der Tod mein Freund und nicht mein Feind

Es pocht mir in der Brust die Lust vor Freude, die ich hier emfind’

Nun hör was ich zu sagen hab’

 

Ich lobe und preise den Tod

Denn er ist ein Teil von mir

Kostbar, notwendig und unverzichtbar

Wie der Mond der seine Kreise zieht

Er ist still und kaum fühlbar

Doch so gewiss, wie das Amen in der Kirche

Aus mir entsprungen an dem Tag, wo ich das Leben fand

Und in mir verwurzelt bis in die tiefste Ewigkeit

Er ist der Anfang und das Ende zugleich

Birgt Freude, wie auch Leid

Er ist bei mit an meiner Seit’

Und Kämpft gewiss um jeden Preis

Ich möchte Dich in den Himmel singen

Und loben Dich

Oh Du mein Tod

 

Jenny Friße/ Miriam Micksch/ Michael Micksch/ Esther Tertel

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Ich lobe und preise Dich, Du bist das Ziel für mich,

Du bist gegeben, wie auch das Leben.

Hinter Deinem Schatten verbirgt sich ein Licht.

Viele fürchten Dich, was wird wohl passieren.

Keiner kann es sagen.

 

Memento Mori, Mensch gedenke des Todes,

auch Du wirst ihn erleben.

Nur um menschenwürdig sterben zu können, bedarf es viel.

 

Niemand weiß, welchen Weg das Leben auch wählt,

oftmals den Steinigen oder auch den Irrweg, doch eines zählt

Du bist dabei, genau wie Gott. Er gibt das Leben und er nimmt es wieder!

Nur bitte lass mich menschenwürdig dieser Welt entfliehen.

 

Memento Mori, Mensch gedenke des Todes,

auch Du wirst ihn erleben.

Nur um menschenwürdig sterben zu können, bedarf es viel.

 

Björn Körner/ Stephan Jentsch/ Tobias Gebhardt

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„Ich lobe und preise Dich!“

 

Du bist die erlösende Hand,

in schweren Momenten!

-          das ist die schönste Seite an Dir –

 

Du bist die Befreiung,

für die, die es wünschen!

-          das ist die schöne Seite an Dir –

 

Du bist die Erwartung,

für die, die es hoffen!

-          das ist die schöne Seite an Dir –

 

Du hinterlässt bei vielen

Das letzte Lächeln!

-          das ist die schöne Seite an Dir –

 

Du bist der endgültige Anblick,

für alle die es mit ansehen müssen!

-          das ist die leidende Seite an Dir –

 

Du hinterlässt viel Trauer,

bei denen die zurück bleiben!

-          das ist die leidende Seite an Dir –

 

Du hinterlässt die Frage nach dem Warum?!

-          das ist die leidende Seite an Dir –

-           

 

Alexandra Knierim/ Jessica Wrobel/ Esther Böllinger

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Tod ich lobe und preise Dich

 

Genug, es wird nun Zeit

Genug, man ruft mich schon

 

Mitunter denk’ ich muss das sein

Dann denk’ ich wieder lass es sein

 

Der Tod lässt alles klarer werden

Der Tod will gar nicht viel von Dir

Der Tod kann Dir Dein Licht erhell’n

Der Tod nimmt eine Last von Dir

 

Solo

 

Tod ich lobe und preise Dich

 

Genug, es wird nun Zeit

Genug, man ruft mich schon

 

Mitunter denk’ ich muss das sein

Dann denk’ ich wieder lass das sein

 

Liebe, hass, Wut und Trauer

Gehören mit dazu

Ohne diesen Preis erfährt man nicht das wahre Licht

 

Höre auf Dein hellstes Glück und merke, es ist gut

 

Mitunter denk’ ich muss das sein

Dann denk’ ich wieder lass es sein

 

Nicht mehr

 

 

Stefan Gretmann/ Mathias Kästner/ Martin Biskup

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Ich lobe und preise Dich oh Gott,

denn Du wachst über alles,

Du bist immer da,

Du bescherst aber nicht nur schönes,

 

Ich lobe und preise Dich oh Gott,

obwohl Du auch leben nimmst,

und es fiel mir oft schwer das zu akzeptieren,

man möchte nicht begreifen, dass nicht alles gut ausgeht,

 

Ich lobe und preise Dich oh Gott,

denn Du hilfst auch das alles zu überstehen,

hilfst mit, es in Ansätzen zu begreifen,

wenn geliebte Menschen sterben,

und auch wenn Kinder viel zu jung sterben,

 

Ich lobe und preise Dich oh Gott,

denn ich hoffe,

das Du den Sterbenden beistehst,

das Du den Gestorbenen einen schönen Empfang bereitest,

das Du den Hinterbliebenen Kraft gibst,

 

Ich lobe und preise Dich oh Gott,

denn ich hoffe, dass alles einen Sinn hat,

manches ist schwer zu begreifen,

aber ich weiß, dass Du auch erlöst,

es fällt schwer, aber für manche ist der Tod sogar Erlösung,

und ich hoffe, dass Du dann für sie da warst,

sie bei Dir aufgenommen hast und der Tod nicht das Ende

sondern ein neuer Anfang ist...

 

Benjamin Jung

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Ich lobe und preise Dich,

denn ich habe das Recht auf meinen eigenen Tod

 

Mein Körper schmerzt

Ich klage mein Leid,

Meine Lieben, sie hören mir zu.

 

Ich lasse meinen Ängsten freien Lauf,

Hass, Wut und auch Freude machen sich breit

Meine Lieben, sie hören mir zu.

 

Ich spüre Zärtlichkeit,

Berührungen auf meiner Haut,

Meine Lieben, sie spüre ich.

Ich schlafe,

meine Haare werden gewaschen, mein Gesicht eingecremt,

Meine Lieben, sie reden zu mir.

 

Ich werde immer müder,

meine Wünsche werden erledigt,

Meine Lieben, sie werden immer stiller.

 

Ich lasse los,

Gesang, Weinen und lachen sind in der Luft,

Meine Lieben, sie lassen mich gehen.

 

Ich lobe und preise Dich,

denn ich gehe nun nach Hause.

 

Anne Guse

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Ich lobe und preise Dich: Tod

Wie soll ich Dir begegnen?

Welche Erwartungen hast du an mich?

Soll ich hoffen, beten oder flehen oder Dir entgegengehen?

 

Du nimmst mir meine Qual,

doch fügst Du sie anderen zu.

 

Du bist mir so fremd

Doch trittst Du immer näher an mich heran

Und gewinnst allmählich mein Vertrauen.

 

Du bist ein treuer Begleiter

Denn keiner kann Dir entkommen.

 

Wenn wir uns begegnen

Bin ich bereit Dir zu folgen.

 

Kirsten Pawelczak/ Frauke Schäkermann/ Janina Ollech

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Ich lobe und preise Dich mein Leben

Du begannst mit meiner Geburt, das Leben ein wundervolles Geschenk

Ach Du schöne Kindheit, in welcher ich so schwerelos dahin glitt

Voller Freude auf das was kommen mag, aber noch nicht an morgen gedacht

Meine Eltern, die ich liebe und die immer für mich da waren
und meine guten Freunde aus Kindern tagen,
ich lobe und preise Dich mein Leben

 

Ich lobe und preise Dich mein Leben

Meine Jugend so spannend, kreativ und immer auf der suche nach etwas neuem

Ich wollte alles wissen, alles erleben, alles fühlen und nichts verpassen

Immer auf der Suche nach morgen

Die erst Liebe, so wunderschön und aufregend, eine Zeit, die man nie vergisst

Auf dem Weg ins Erwachsenenleben

Ich lobe und preise Dich mein Leben

 

Ich lobe und preise Dich mein Leben

Älter, reifer, standhafter, aber schon auf der Suche nach dem Sinn

Erste eigene Familie, Spaß an der Verantwortung, man ist wichtig

Den Bund der Ehe glücklich geschlossen, bis zum Tod heißt es

Stress und Arbeit, aber doch volle Erfüllung im Beruf gefunden

Viele Ziele erreicht, die man sich im Laufe der Jahre gesetzt hat, aber auch neue gesteckt hat, gewiss sie zu erreichen

Ich lobe und preise Dich mein Leben

 

Ich lobe und preise Dich mein Leben

Alt, nein älter, aber den Sinn des Lebens gefunden, im besten Fall

Andere Prioritäten sind wichtig, die Unbeschwertheit schon lange verflogen

Die erste Krankheit zeigt sich vielleicht und leichte Probleme im Alltag

Aber glücklich ist man trotzdem, wenn man zurückschaut

Der Partner für das Leben immer noch an Deiner Seite, Seelenverwandtschaft

Man hat sich noch nie besser gekannt, es ist schön

Ich lobe und preise Dich mein erfülltes Leben

 

Ich lobe und preise Dich mein Leben

Mir geht es schlechter, aber ich kann dies akzeptieren, weil ich angekommen bin

Kann voller Ruhe sein, immer guten Gewissens

Keine Sorgen, keine Angst, alle sind für mich da

Und ich bin für mich da und voller Ausgeglichenheit

Ach ist es schön zurückzudenken, aber gespannt auf das was kommt

 

Ich warte

Habe mich verabschiedet von allen, alle wissen es, ich auch, aber es ist gut so

Und so gleite ich dahin in eine neue Welt, die auf mich wartet

Keine Furcht, sondern Hoffnung und Trost denn,

Ich lobe und preise Dich mein Tod

 

Kathrin Trumpetter/ Isabel Pape

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Das Festmahl namens Leben

 

Ich lobe und preise Dich, mein neuer Freund.

Einst war das Leben an Deinem Platze.

Wie eine wohlschmeckende Speise kostete ich das Leben.

Dich der Mantel der Zeit überdeckt den einstiegen Geschmäcker.

War es doch früher einmal süß und bekömmlich,

so wurde es sauer und ungenießbar.

Die einstiege Speise, die mich vermag zu Zuckungen der Befriedigung,

wurde zum Fäulnis, zum Geschmack der Qual und des Unwollseins.

Zu lang habe ich sie verdaut.

Ich möchte das Leben nicht mehr kosten,

eine neue Speise zur Befriedigung meiner selbst muss her,

und ich fand sie, in Dir mein Tod.

Wirkst Du doch wie ein wohltuendes Dessert nach einem Kräftezehrenden Mahl

Ein passender Abschluss für ein anfangs gelungenes Festmahl, das Leben.

 

Ich lobe und preise Dich, mein neuer Freund.

Eröffne mir neue Wege meiner selbst.

Begleite mich in ein Reich ferner Sinne.

Umhülle meinen frierenden Körper mit Deiner Gunst.

Lasse das Leben an mir wie ein guter Tropfen Wein, vergangener Tage

vorbeifließen.

Einst erfüllte mich Furcht an Deinem Gedanke,

frühzeitig mein Festmahl namens Leben beenden zu müssen.

Jedoch fürchte ich nun die nicht enden wollende Übersättigung.

Ich erbreche und speise weiter.

Ich speise weiter und erbreche.

Ich habe es satt in meinem Erbrochenen zu liegen.

Ein Abschluss muss her.

Ein Dessert muss her.

Mein Dank geht an den Koch, für die köstliche Zeit,

doch nun muss das Mahl enden, meiner selbst wegen.

Es muss Platz in meinem Magen geschafft werden,

Platz für Dich, mein neuer Freund der Tod.

Ein passender Abschluss für ein anfangs gelungenes Festmahl, das Leben.

 

Alexandra Selle/ Astrid Köhler/ Marvin Evans

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Loblied auf den Tod!

 

Ich lobe und ich preise Dich!

 

Wie komme ich dazu?

Bist Du nicht das Ende allen Lebens?

Wirst Du nicht auch mich irgendwann besiegen?

Keiner kommt an Dir vorbei!

 

Doch ich kann Dich loben!

Du machst das Leben zu etwas Besonderem.

Ohne Dich wäre jeder Tag normal.

Wollen wir ewig leben?

 

Du bist der Freund der tödlich Verletzten,

Aber trotzdem nicht gerecht!

Du bist die größte Angst der Menschheit,

und trotzdem ihr größter Erlöser!

 

Du gehörst zum Leben, wie alles andere

Denn wo Licht ist, da ist auch Dunkelheit

Nur lass dir viel Zeit

Bitte komm nicht allzu bald!

 

Ich lobe und ich preise Dich!

 

Janine Spieker